BPVV begrüßt 5-Punkte-Plan für mehr Recycling des BMU

Der Bundesverband Produktverantwortung für Verkaufsverpackungen (BPVV) sieht in dem 5-Punkte-Plan von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer europäischen Sekundärrohstoffwirtschaft. „Die vorgelegten Maßnahmen bilden wichtige Bausteine für weniger Plastikabfall und geschlossene Stoffkreisläufe“, erklärt Martin Schröder, Geschäftsführer des BPVV. Besonders begrüßenswert ist aus seiner Sicht die angekündigte Rezyklatinitiative, in der die Ministerin sämtliche Akteure entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette vereinen will. „Der BPVV und seine Mitglieder stehen hier gern als konstruktive Dialogpartner zur Verfügung. Die Stärkung der Rezyklat-Nachfrage ist das Nadelöhr einer leistungsstarken und exporttauglichen heimischen Kreislaufwirtschaft,“ so Schröder weiter. Rezyklate müssen in den Überlegungen und Entscheidungen der Verpackungshersteller, der Handelsunternehmen und nicht zuletzt im öffentlichen Beschaffungswesen eine noch größere Rolle einnehmen. Der BPVV möchte den Anteil von Rezyklaten an der heimischen Rohstoffversorgung steigern. Bei der Entwicklung eines echten Sekundärrohstoffmarkts ist allerdings darauf zu achten, dass die in Deutschland gut funktionierende Produktverantwortung nicht unterminiert oder konterkariert wird.“

 

Hintergrund:

Am 26. November 2018 hat das Bundesumweltministerium unter dem Motto „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ einen 5-Punkte-Plan vorgelegt, mit dem eine „Trendwende“ im Umgang mit Plastik erreicht werden soll. Das Dokument enthält ein Bündel von gesetzlichen und freiwilligen Maßnahmen, die darauf abzielen, „überflüssige“ Produkte und Verpackungen zu vermeiden, ressourceneffizientes Verpackungsdesign sowie Recycling und Rezyklate-Einsatz zu fördern, den Kunststoffeintrag in Bioabfällen zu reduzieren und die Vermüllung der Weltmeere zu stoppen. Anstatt ressourcenverschwenderische Konsummuster und Wegwerfkultur in Schwellen- und Entwicklungsländer zu exportieren, sollten „technische Lösungen fürs Sammeln und Recyceln, aber auch Alltagslösungen für ein Leben mit weniger überflüssigem Plastik“ exportiert werden, fordert Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Weitere Informationen zur Kampagne „Nein zur Wegwerfgesellschaft“ des BMU finden Sie unter: www.bmu.de/wenigeristmehr