Herstellerverantwortung am Anfang der Produktionskette | © PhonlamaiPhoto / iStock

Herstellerverantwortung am Anfang der Produktionskette | © PhonlamaiPhoto / iStock

Was bedeutet der Grundsatz der Produktverantwortung?

Hinter dem Grundsatz der Produktverantwortung steht die Annahme, dass der Verkäufer eines Produktes für das Produkt und dessen Verpackung über deren gesamten Lebenszyklus verantwortlich ist. Dazu zählt auch die  Verantwortung für die Vermeidung und Verwertung der Wertstoffe. Für den Verpackungsbereich ist dieses Prinzip in der Verpackungsverordnung (VerpackV) verankert. Die Produktverantwortung der Hersteller und Vertreiber besteht für die von ihnen in Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen. Hersteller und Handel sind von der Erfassung bis zur Verwertung für ihre Verkaufsverpackungen verantwortlich und müssen sich zur Erfüllung dieser Aufgaben an einem dualen System beteiligen. Das bedeutet, sie melden ihre Verpackungsmengen nach Fraktionen und bezahlen ein Lizenzentgelt. Die Lizenzentgelte werden in die Preise der Produkte kalkuliert und vom Verbraucher getragen.

„Das Prinzip der Produktverantwortung setzt auf eine privatwirtschaftliche Lösung, die – gegenüber gesetzlichem Zwang – Anreize für effiziente Marktergebnisse schaffen soll. Und es funktioniert: Seit der Einführung im Jahr 1991 konnten die Kosten um mehr als die Hälfte gesenkt und durch steigende Recyclingquoten die Umweltbelastung reduziert werden.“

Thomas Mehl, Geschäftsführer BellandVision GmbH

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