Weltrecyclingtag: BPVV fordert mehr gemeinsame Anstrengungen

Berlin, 18. März 2019 – Anlässlich des 2. Weltrecyclingtags appelliert der BPVV an alle gesellschaftlichen Akteure, ihre Verantwortung bei dem Aufbau und der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft wahrzunehmen. „Das Recycling von Kunststoffabfällen ist eine wirksame Antwort auf die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit: Damit vermeiden wir die Vermüllung von Meeren und Landschaften, sparen Primärrohstoffe und CO2-Emissionen ein, schaffen Arbeitsplätze in einer innovativen und zukunftsträchtigen Branche und fördern so den gesellschaftlichen Wohlstand“, erklärt Martin Schröder, Geschäftsführer des BPVV. In Deutschland hat der Gesetzgeber ambitionierte Vorgaben beschlossen: Bereits ab 2019 sind 58,5 % der Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack / Gelber Tonne dem Recycling zuzuführen, ab 2022 sind es 63 %. „Diese ehrgeizigen Quoten können von den Wiederverwertungsanlagen aber nur unter der Voraussetzung einer verbesserten Sammelmenge und Inputqualität erreicht werden“, so Schröder weiter. „Und hier ist das Mitwirken aller an der Wertschöpfungskette der Verpackung Beteiligter gefragt. Für Industrie und Handel bedeutet das, die Recyclingfähigkeit im Verpackungsdesign stärker zu berücksichtigen und damit zu gewährleisten, dass die Sortierung des Abfalls und seine Aufbereitung zu hochwertigem Rezyklat technisch und wirtschaftlich praktikabel sind. In diesem Sinne sind auch Verbraucher dazu verpflichtet, den Verpackungsmüll ordnungsgemäß zu trennen und Fehlwürfe zu reduzieren. Die weiterhin erforderlichen Investitionen der Abfallwirtschaft in innovative Sortier- und Recyclingtechnologien müssen derweil von stabilen politischen Rahmenbedingungen und fördernden Maßnahmen im Bereich der Forschung und Entwicklung flankiert werden. Und von der öffentlichen Hand wünschen wir uns schließlich, dass sie endlich Profil zeigt und Produkten aus Kunststoffrezyklaten bei der Materialbeschaffung Vorrang gibt“, betont Schröder. „Nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen und ihren jeweiligen Beitrag erbringen, können die ambitionierten Recyclingquoten nach dem neuen Verpackungsgesetz erreicht und die Wertstoffkreisläufe nachhaltig geschlossen werden.“