Weltumwelttag: Saubere Luft braucht Recycling

Anlässlich des internationalen Umwelttags am 5. Juni, der in diesem Jahr unter dem Motto #beatairpollution zur Bekämpfung der Luftverschmutzung aufruft, fordert der BPVV einen schnelleren Ausbau der globalen Recyclingkapazitäten. Weltweit landen laut aktuellem Weltbank-Bericht mehr als 50 % der Siedlungsabfälle auf Deponien oder werden thermisch verwertet. Insbesondere in Ländern ohne funktionierende Abfallwirtschaft geschieht dies oft unkontrolliert und ohne Rücksicht auf die damit verbundene erhebliche Belastung der Luftqualität vor Ort. Eine Stärkung des Recyclings ist deshalb geboten, weil es Treibhausgas-Emissionen einspart, indem auf energieintensive Förderung und Verarbeitung von Primärrohstoffen verzichtet wird. Denn wo Abfall gesammelt, sortiert und der stofflichen Wiederverwertung zugeführt wird, kann auch die Freisetzung von gesundheitsschädigenden Stoffen wie Dioxin, Methan oder Ruß, die bei unsachgerechter Abfallverbringung auf „wilde“ Deponien entsteht, effektiv vermieden werden.

„Wir müssen nun an kreativen Lösungen arbeiten und Anreize für die Milliardeninvestitionen schaffen, die in den betroffenen Regionen nötig sind, um dem Problem der Luftverschmutzung Herr zu werden,“ betont BPVV-Geschäftsführer Martin Schröder. „Der massive Rückgang der Treibhausgas-Emissionen aus der Abfallwirtschaft in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren wurde nicht nur aufgrund des Deponierungsverbots erreicht, sondern auch durch die ökologischen Beiträge des privatwirtschaftlich organisierten Recyclingsystems. Wir sind daher gut beraten, die hier entwickelten Technologien und Erfahrungen mit dem Prinzip der Produktverantwortung möglichst zeitnah und breit in die betroffenen Länder zu bringen.“